St. Stephan Riegsee

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St. Stephan Riegsee

 

Das Gebiet um den Riegsee war schon sehr früh besiedelt.
Zahlreiche prähistorische Funde, die im Jahre 1883 gemacht wurden, sprechen dafür, dass die Flur am Riegsee schon ca. 1500 vor Christus besiedelt war.
37 geöffnete Gräber mit Steingewölben und deren Inhalt belegen, dass es der Bronzezeit zuzurechnen ist.

1890 wurden im Wirtsgarten bayuwarische Reihen- gräber mit Skeletten und Schwertern entdeckt, deren Alter auf das 5. bis 6. Jahrhundert nach Christus geschätzt wurden. Der Ort Riegsee scheint schon immer ein bevorzugter Siedlungsort gewesen zu sein.

Der heutige Ort Riegsee wurde erstmals um 1150 urkundlich erwähnt, als der Edle Arno de Ruetkissee, der mehrmals als Zeuge bei einer Schenkung an das Kloster Benediktbeuren auftritt und ebenfalls als Zeuge bei einer Schenkung an das Kloster Schäftlarn.

Der Ort Riegsee liegt am Ostufer des gleichnamigen Sees.
Mit der Geschichte des Ortes ist auch die Geschichte der Kirche eng verbunden. Romanische Bauteile des Turmes weisen auf eine Erbauung zwischen 1000 und 1200 hin.

Im Pähler Dekanatsverzeichnis des 13. Jahrhunderts ist die Pfarre "rochse" eingetragen. 1246 kam es zu einem heftigen Streit zwischen den Grafen Heinrich und Berthold von Eschenlohe- Lichtenegg auf der einen und dem Chorherrnstift Habach, dessen Interessen von Vogt Heinrich von Weilheim vertreten wurden, auf der anderen Seite, um die Pfarr-Patronatsrechte der Riegseer Kirche. Selbst der Kirchenbann schreckte die beiden Grafen nicht von ihren vermeintlichen Rechten zurück.

Durch eine Bulle von Papst Innozenz VIII, ist die Pfarrei Riegsee 1491 dem Chorherrnstift Habach unterstellt und von dort versehen worden. Über 3 Jahrhunderte ist es dabei geblieben.

Dem Pfarrer, einer der Stiftsherren von Habach stand ein Raum in einem nahegelegenen Haus bei der Kirche (Greider) zur Verfügung. Nach einem Brand in Habach im Jahre 1703 wohnte er dort für einige Zeit ständig.

Zur Pfarrei gehörten neben Riegsee auch die Orte Egling, Guglhör, Froschhausen, Lothdorf und Perlach. Nach der Säkularisation kam die Pfarrei Riegsee 1804 für 12 Jahre zur Pfarrgemeinde Murnau, 1816 kam die Seelsorge zur Pfarrei Aidling.

Der Hochaltar zeigt die Steinigung des Hl. Stephanus. Stephanus war der erste Märtyrer der jungen Kirche. Am unteren linken Rand ist ein Wappen mit zwei Löwen und die Jahreszahl 1657 zu sehen. Das Rundgemälde über dem Altarbild stellt die Hl. Anna bei der Unterweisung ihrer Tochter Maria dar. Sechs ovale Medaillions am Gewölbeansatz tragen Inschriften, die dem Hl. Stephanus als Patron verherrlichen, und zwar in paarweiser Zuordnung. Der mittelalterliche Bau der Kirche wurde 1740 barockisiert. Die heute noch gut erhaltenen Deckengemälde wurden 1792 von Franz Kirzinger geschaffen und 1965 bei der Innenrenovierung lediglich gereinigt.

Franz Kirzinger lebte in der Zeit von 1728 bis 1811 in München und hat mehrere oberbayerische und schwäbische Dorfkirchen ausgemalt. (Frauenrain, Kirnbergkapelle bei Antdorf) Die Empore-Brüstung stellt Christus und die zwölf Apostel dar und wurde von dem Maler Adam Anton Fett aus Tölz gefasst.

 

 

St. Stephan in Riegsee
Aussenfoto der Kirche St. Stephan Riegsee
Altarfoto der Kirche St. Stephan Riegsee
Deckengemälde der Kirche St. Stephan Riegsee
Deckengemälde der Kirche St. Stephan Riegsee
Am unteren linken Rand ist ein Wappen mit zwei Löwen und die Jahreszahl 1657 zu sehen.
Aussenfoto der Kirche St. Stephan Riegsee
Altarfoto der Kirche St. Stephan Riegsee
Deckengemälde der Kirche St. Stephan Riegsee
Deckengemälde der Kirche St. Stephan Riegsee
Der mittelalterliche Bau der Kirche wurde 1740 barockisiert.
Aussenfoto der Kirche St. Stephan Riegsee
Altarfoto der Kirche St. Stephan Riegsee
Deckengemälde der Kirche St. Stephan Riegsee
Deckengemälde der Kirche St. Stephan Riegsee
Die heute noch gut erhaltenen Deckengemälde wurden 1792 von Franz Kirzinger geschaffen und 1965 bei der Innenrenovierung lediglich gereinigt
Aussenfoto der Kirche St. Stephan Riegsee
Altarfoto der Kirche St. Stephan Riegsee
Deckengemälde der Kirche St. Stephan Riegsee
Deckengemälde der Kirche St. Stephan Riegsee
Die Empore-Brüstung stellt Christus und die zwölf Apostel dar und wurde von dem Maler Adam Anton Fett aus Tölz gefasst.
Aussenfoto der Kirche St. Stephan Riegsee
Altarfoto der Kirche St. Stephan Riegsee
Deckengemälde der Kirche St. Stephan Riegsee
Deckengemälde der Kirche St. Stephan Riegsee